1. Deutscher Planspieltag – mit Randori Analysis in Dresden

Infobanner

 

Am 18. November bieten wir Studierenden aller Fachrichtungen die Möglichkeit, das RAID-Framework kennenzulernen und anzuwenden. RAID ist eine Methode, soziale Prozesse strukturiert und in der Tiefe zu analysieren, um Schlüsselelemente zu erkennen.

Im studentischen/akademischen Anwendungsbereich kann die bei der Veranstaltung erworbene Planspielkompetenz unter anderem bei Kontextanalysen, Hypothesenbildung und Projektplanung angewandt werden

RAID ist speziell darauf ausgelegt, Multi-Actor-Prozesse mit kooperativen und/oder konkurrierenden Akteuren abzubilden. Die Methode ist dabei akteur- und interaktionsorientiert. Sie kann auch angewandt werden, soziale Wirkungen technischer Fragestellungen zu begleiten, bspw. im Sinne von Technikfolgeabschätzung oder gar politisch-militärischer Analyse.

Wir möchten den Teilnehmern die Möglichkeit geben, eigene Themen zu bearbeiten und dabei ein Planspiel nicht nur anzuwenden, sondern auch selbst zielorientiert zu entwickeln. .

Zwischen 10 Uhr und 18 Uhr werden zwei Planspiele durchgeführt. Das heißt, die Gruppe wird sich jeweils auf ein Thema einigen, dieses strukturiert in Planspielelemente übersetzen, spielen und auswerten. Eine Teilnahme an nur einem Durchlauf ist nach Absprache möglich.

Eckdaten

  • Wann: Sonnabend 18.11.2017; 10-18 Uhr
  • Wo: Treffpunkt ist das Foyer der SLUB Dresden (Zellescher Weg 18)
  • Anmeldung: per Mail mit kurzem Hintergrund/Studiengang an kontakt@randorianalysis.de

 

  • AusschlussklauselDie Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

 

Der 18. November 2017 ist der erste Internationale Planspieltag. An diesem Tag finden weltweit zahlreiche Aktionen rund um die Lernmethode Planspiel statt. Der Planspielfachverband SAGSAGA hat diesen interaktiven Erlebnistag ins Leben gerufen und koordiniert die Angebote.

„Welcome to Hell“ – Introduction to Red Team Methodology

Neben

 

Aus gegebenem Anlass läd Randori Analysis zum Redteaming des Polizeieinsatzes zur kapitalismuskritischen G20-Demonstration in Hamburg ein.

 

Red Teaming

Wir möchten nach einer kurzen methodischen Einleitung Red-Team-Techniken anwenden, um der Frage nachzugehen, was in Hamburg passiert ist und welche Alternativen es gegeben hätte. Dabei werden insbesondere zeitliche und kausale Zusammenhänge analysiert, um die Frage zu beantworten, ob der Einsatz wie er durchgeführt wurde, überhaupt sein Ziel erreichen konnte, welches laut Gesetz nur sein darf, die Versammlungsfreiheit zu ermöglichen. Sollte keine plausible Erklärung auf dieser Basis gefunden werden, überprüfen wir den Einsatz unter anderen Annahmen.

Hintergrund: Die Eskalation beim Anti-G20-Protest „Welcome to Hell“

Gestern haben Bereitschaftspolizeieinheiten aus mehreren Bundesländern unmittelbaren Zwang – also Gewalt – in Form von Schlagstöcken, Reizgas und Wasserwerfern gegen demonstrierende Bürger eingesetzt. Während des Einsatzes kam es auch zu Flaschen- und Böllerwürfen seitens der Demonstrierenden. Während die Polizei ihren Einsatz mit Verstößen gegen das im Versammlungsrecht festgelegte Vermummungsverbot und einer nicht zu unterschätzenden Gefährdung begründet, folgten dem Einsatz stundenlange Scharmützel und Sachbeschädigungen im gesamten Hamburger Stadtgebiet; also genau die Situation, die der Einsatz eigentlich verhindern sollte.

Gleichzeitig berichteten alle Journalisten, die vor Ort waren, dass die Polizei die Eskalation verursacht und dabei auch grundlos Umstehende und Journalisten angegriffen habe, beispielweise bei NDR, deutschlandfunk, taz, Süddeutsche Zeitung, MSNBC und BILD. Durch den Widerspruch zwischen polizeilichen Meldungen und unabhängigen Quellen entsteht der Eindruck, es würden bewusst falsch Informationen verbreitet, um unliebsame Meinungsäußerungen polizeilich zu unterbinden oder dies zu rechtfertigen (taz, Financial Times).

Das hohe Gewaltpotential hält noch an, so dass die Einsatzleitung offenbar dringend weitere Kräfte anfordert. Es dürfte damit sicher sein, dass nicht von einem erfolgreichen Polizeieinsatz die Rede sein kann.

Ablauf der Veranstaltung, Teilnahme, Ausschlussklausel

  • 13:00 Begrüßung
  • 13:15 Vortrag zur Methode und Fragen
  • 14:00 gemeinsame Zusammenfassung der Geschehnisse
  • 15:00 Workshopphase
  • Pausen nach Bedarf

Die Veranstaltung ist für alle angemeldeten Teilnehmer offen. Die Teilnahme von:

  • demonstrationserfahrenen Journalisten,
  • Anwälten,
  • Polizisten,
  • politischen Aktivisten,
  • Ortskundigen und
  • Red-Team-Interessierten

würden wir sehr begrüßen. Wir behalten uns vor, Menschen auszuschließen, die Gewalt oder Angriffe auf körperliche oder seelische Unversehrtheit begrüßen.

Ort, Zeit und Kontakt

Die Veranstaltung findet

  • am 13. Juli
  • zwischen 13 und 17 Uhr
  • in Dresden statt.

Der genaue Ort richtet sich nach der Anzahl der Anmeldungen.

Zur Teilnahme reicht eine Mail mit Name oder Pseudonym an kontakt@RandoriAnalysis.de