Was 2018 für uns wichtig ist

Einleitung: Das große Ganze

Für 2018 haben wir uns einiges vorgenommen. Wir wollen uns und unsere Methode bekannter machen, wollen Menschen erreichen,die bisher nichts davon gehört haben und sie begeistern. Die jetzt schon begeisterten wollen wir überzeugen und einige der überzeugten würden wir sehr gern in unsere Reihen aufnehmen.

Das sieht doch nach einer überschaubaren Aufgabe aus, denn die zahlreichen Vorteile von Competence Developing Games in der Kompetenzentwicklung und Weiterbildung sind ja nicht von der Hand zu weisen. Spielmechanismen führen immer zu höhere Motivation, eine fiktive Umgebung für Handlungen senkt emotionale Hürden. Um die Trias der pädagogischen Psychologie komplett zu machen, fehlen nur noch die kognitiven Eigenschaften der Teilnehmer. Da können selbst die besten Spiele nichts ändern.

Außer Frage sind auch die Vorteile von Planspielen bei der Strategieentwicklung. Schließlich kann niemand ehrlich gegen sich selbst Schach spielen (probieren Sie es mal). Warum nimmt man trotzdem immer an, in der unendlich komplexeren Welt außerhalb des Schachbretts die Strategien anderer vorhersehen zu können?

Der wesentliche Vorteil aller Serious Games ist jedoch die Effektivität des affektiven Lernens. Was man in einem Spiel umgesetzt hat kann man wesentlich einfacher auf die echte Welt übertragen, auch in Stresssituationen, als das was man sich aus Büchern erarbeitet hat.

Um praktisch von Serious Games zu berichten, zu begeistern und zu überzeugen, verfolgen wir eine Strategie auf drei Säulen:

  • Weiterentwicklung unserer Methoden
  • Kommerzialisierung unseres Angebots
  • Vorbereitung auf künftige Entwicklung

 

Weiterentwicklung

Situation

Randori Analysis bietet ein Portfolio von Methoden an, Probleme zu analysieren. Wir sind dabei in der Regel nicht auf eine bestimmte Herangehensweise festgelegt, sondern schneidern Planungs- oder Weiterbildungstools nach Maß. Diese am Klienten orienterte Vorgehensweise stellt uns aber vor das Problem, dass neue und ungetestete Methoden nicht immer zielführend sind, die hohe Effektivität von Competence Developing Games kann sogar zur Gefahr werden, wenn durch einen Fehler das Falsche gelernt wird.

Wir werden neue Methoden also auch in Zukunft nicht nur vorher testen, sondern auch daraufhin überprüfen, ob sie nach dem Stand von Wissenschaft und Technik effektiv und effizient zur Zielerreichung im jeweiligen Kontext beitragen.

Ziel

Wir wollen 2018 verstärkt an der Erweiterung des Wissens über Serious Games mitarbeiten. Gezielt wollen wir insbesondere unser eigenes RAID-Framework in einen kontinuierlichen Evaluations- und Verbesserungskreislauf überführen.

Zusätzlich wollen wir austesten, wie sich der Übergang von Realität, Seminarspielen und digitalen Anwendungen auswirkt und wie wir wirkungsvolle Hebel ansetzen können, um die Erfahrungen die in einer Sphäre gemacht werden als Multiplikator für eine andere zu verwenden. Hier möchten wir gern digitale Unterstützung von Planspielen testen, um sie zeitlich und räumlich unabhängiger zu machen. Außerdem ist mindestens ein Test eines so genannten „Staff Ride“ Formates geplant.

Kommerzialisierung

Wir möchten nicht nur im stillen Kämmerlein wirken aber können es auch nicht leisten, ausschließlich ehrenamtlich Spiele durchzuführen. Competence Developing Games in unserer Hand sind keine Experimente mehr. In den vergangenen drei Jahren haben wir umfangreiche Erfahrungen in diversen Kontexten gesammelt.

Unser Hauptanliegen ist Wachstum. Wir möchten selbst mehr Zeit in Randori Analysis stecken und zusätzlich auch jeden weiteren Mitstreiter wenigstens auf Honorarbasis bezahlen. Anders ist eine professionelle Weiterentwicklung von Planspielen für uns nicht denkbar.

Bei Lernspielen konzentrieren wir uns dabei in diesem Jahr klar auf Führungs- und Entscheidungskompetenzen. Bei Planspielen werden wir uns auf die Bereiche Inhaberwechsel und Change Management fokussieren.

Der gemeinnützige Teil unseres Engagements soll darunter nicht leiden.

Anpassung an künftige Entwicklungen

Ein großer Teil unserer Erfahrung liegt in der Unterstützung von NGOs und der Weiterbildung von Mitarbeiter*innen und Ehrenamtlichen. Wir wollen mit Randori Analysis, also unserem Wissen und unseren Kompetenzen auch weiter andere gesellschaftliche Akteure unterstützen.

Im Laufe der letzten Jahre mussten wir Zeuge werden, wie Akteure die gesellschaftliche und politische Bühne betreten haben, die sowohl jedes Engagement für ein friedliches Miteinander, als auch den sozialen Zusammenhalt insgesamt sprengen wollen. Wir sind überzeugt, dass es eine ständige Aufgabe ist, diesen Entwicklungen entgegenzutreten.

Die Realität mit der wir konfrontiert sind, ist ein möglicher Wahlsieg einer rechtsextremen Partei im Bundesland Sachsen. Aus der Geschichte wissen wir, dass in solchen Momenten zivilisatorische Dämme brechen können. Dafür braucht es nur ein wenig Momentum, das (ängstliche) Schweigen der Mehrheit, und die Wahrnehmung einer Krisensituation, die „Ausnahmen“ rechtfertigt.

Eine solche Ausnahme war die Einrichtung der KZs Dachau und Oranienburg 1933.

Wir werden in diesem Jahr ein Kursangebot entwickeln, dass gezielt in Verwaltungen, Gewerkschaften, Unternehmen und anderen Organisationen eingesetzt werden kann, um zu vermitteln, wie in dieser kritischen Übergangszeit widerstand geleistet werden kann, und warum eine freie Gesellschaft überall verteidigt werden muss.

Mitmachen

Wie an anderer Stelle schon beschrieben, suchen wir Mitstreiter und Mitstreiterinnen, die uns bei einzelnen oder mehreren der geplanten Aktivitäten unterstützen wollen.

Endzustand Anfang 2019

In 10 Monaten möchten wir:

  • unser Team vergrößert,
  • unsere interne Wissensvermittlung strukturiert,
  • einen Anti-Totalitarismuskurs entwickelt und Partner gefunden,
  •  RAID umfänglich getestet,
  • bis zu 10 Geschäftskunden gewonnen und
  • einen Entwicklungszyklus für neue Konzepte eingeführt haben.

 

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