„Welcome to Hell“ – Introduction to Red Team Methodology

 

Aus gegebenem Anlass läd Randori Analysis zum Redteaming des Polizeieinsatzes zur kapitalismuskritischen G20-Demonstration in Hamburg ein.

 

Red Teaming

Wir möchten nach einer kurzen methodischen Einleitung Red-Team-Techniken anwenden, um der Frage nachzugehen, was in Hamburg passiert ist und welche Alternativen es gegeben hätte. Dabei werden insbesondere zeitliche und kausale Zusammenhänge analysiert, um die Frage zu beantworten, ob der Einsatz wie er durchgeführt wurde, überhaupt sein Ziel erreichen konnte, welches laut Gesetz nur sein darf, die Versammlungsfreiheit zu ermöglichen. Sollte keine plausible Erklärung auf dieser Basis gefunden werden, überprüfen wir den Einsatz unter anderen Annahmen.

Hintergrund: Die Eskalation beim Anti-G20-Protest „Welcome to Hell“

Gestern haben Bereitschaftspolizeieinheiten aus mehreren Bundesländern unmittelbaren Zwang – also Gewalt – in Form von Schlagstöcken, Reizgas und Wasserwerfern gegen demonstrierende Bürger eingesetzt. Während des Einsatzes kam es auch zu Flaschen- und Böllerwürfen seitens der Demonstrierenden. Während die Polizei ihren Einsatz mit Verstößen gegen das im Versammlungsrecht festgelegte Vermummungsverbot und einer nicht zu unterschätzenden Gefährdung begründet, folgten dem Einsatz stundenlange Scharmützel und Sachbeschädigungen im gesamten Hamburger Stadtgebiet; also genau die Situation, die der Einsatz eigentlich verhindern sollte.

Gleichzeitig berichteten alle Journalisten, die vor Ort waren, dass die Polizei die Eskalation verursacht und dabei auch grundlos Umstehende und Journalisten angegriffen habe, beispielweise bei NDR, deutschlandfunk, taz, Süddeutsche Zeitung, MSNBC und BILD. Durch den Widerspruch zwischen polizeilichen Meldungen und unabhängigen Quellen entsteht der Eindruck, es würden bewusst falsch Informationen verbreitet, um unliebsame Meinungsäußerungen polizeilich zu unterbinden oder dies zu rechtfertigen (taz, Financial Times).

Das hohe Gewaltpotential hält noch an, so dass die Einsatzleitung offenbar dringend weitere Kräfte anfordert. Es dürfte damit sicher sein, dass nicht von einem erfolgreichen Polizeieinsatz die Rede sein kann.

Ablauf der Veranstaltung, Teilnahme, Ausschlussklausel

  • 13:00 Begrüßung
  • 13:15 Vortrag zur Methode und Fragen
  • 14:00 gemeinsame Zusammenfassung der Geschehnisse
  • 15:00 Workshopphase
  • Pausen nach Bedarf

Die Veranstaltung ist für alle angemeldeten Teilnehmer offen. Die Teilnahme von:

  • demonstrationserfahrenen Journalisten,
  • Anwälten,
  • Polizisten,
  • politischen Aktivisten,
  • Ortskundigen und
  • Red-Team-Interessierten

würden wir sehr begrüßen. Wir behalten uns vor, Menschen auszuschließen, die Gewalt oder Angriffe auf körperliche oder seelische Unversehrtheit begrüßen.

Ort, Zeit und Kontakt

Die Veranstaltung findet

  • am 13. Juli
  • zwischen 13 und 17 Uhr
  • in Dresden statt.

Der genaue Ort richtet sich nach der Anzahl der Anmeldungen.

Zur Teilnahme reicht eine Mail mit Name oder Pseudonym an kontakt@RandoriAnalysis.de

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